Dekanat Eberswalde
Kloster Chorin

Von den 16 Kirchen im Raum des Dekanates sind zwei gesegnet worden von Bernhard Lichtenberg, dem damaligen Domkapitular, späteren Dompropst, der, von den Nazis verfolgt, auf dem Weg ins KZ Dachau am 5. November 1943 verstorben ist. Sein Grab befindet sich in der Krypta der St.-Hedwigs-Kathedrale zu Berlin. Am 23. Juni 1996 ist er beim Gottesdienst im Olympiastadion zu Berlin von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen worden. Es sind die St.-Josefs-Kirche in Werneuchen und die Heilig-Kreuz-Kirche in Mildenberg. Beide kann man durchaus als Bernhard-Lichtenberg-Gedenkstätten betrachten.

In der Schorfheide liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Chorin, längst zu einem kulturellen Zentrum der Region geworden, vor allem durch den Choriner Musiksommer. Hier findet auch an einem Maisonntag der alljährliche Dekanatstag statt, und dies ununterbrochen seit 1955. Um den Erzbischof oder Weihbischof geschart, ist dieser Tag für die Gläubigen aus allen Gemeinden eine Quelle der Glaubensstärkung, der Gemeinschaft und der Freude. Darüber hinaus wird an jedem letzten Sonnabend im Monat in der kleinen evangelischen Kapelle ein ökumenisches Morgengebet gehalten

Da das Dekanat auf einer Länge von ca. 120 km längs der Oder an Polen grenzt, ergeben sich Beziehungen zu polnischen Nachbargemeinden, die vor allem von der Pfarrei Schwedt gepflegt werden: zu Chojna (ehemals Königsberg/Neumark) und Siekierki (ehemals Zäckeritz); hier befindet sich ein Marienheiligtum mit dem Anliegen der Versöhnung und des Friedens; ein Fenster im Altarraum wurde gestiftet von den Priestern des Dekanates Eberswalde.

Pfr. P. Beier / Dekan B. Kohnke